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NaNoWriMo 2014 – Warum ich mich dieses Mal traue

Für alle, die nichts damit anfangen können: NaNoWriMo ist die Abkürzung für den National Novel Writing Month, der traditionell im November stattfindet. Dabei setzen sich auf der ganzen Welt Autoren und Schreiberlinge hin, um in 30 Tagen 50.000 Wörter zu schreiben. Pro Tag bedeutet das 1.667 Wörter.

Ich weiß schon seit einigen Jahren, dass es diese Challenge gibt, habe mich jedoch nie getraut, mitzumachen.

Warum?

Wahrscheinlich aus denselben Gründen, warum ich mich dieses Jahr traue.

Klingt paradox, aber bei genauerer Betrachtung sollten genau die Gründe, die mich bisher abgehalten haben, Motivation sein.

1. Ich habe keine Zeit!

Der Klassiker. Und gleichzeitig ein böses Totschlag-Argument. Wenn du keine Zeit zum Schreiben hast, dann solltest du es am besten ganz lassen. Das klingt hart, aber mal ehrlich, wann hat man schon genug Zeit zum Schreiben? Normalerweise funkt einem immer etwas dazwischen, angefangen von der Arbeit über Familie und Freunde bis hin zum Haushalt und darüber hinaus. Wenn du darauf wartest, Zeit zum Schreiben zu haben, ist es vielleicht irgendwann zu spät.

2. 1.667 Wörter am Tag schaffe ich nie!

Eng verwandt mit Punkt 1 und genauso kein Grund, nicht zu schreiben. Natürlich ist das Ego eher befriedigt, wenn am Ende der 30 Tage 50.000+ Wörter unter deinem Text stehen. Aber wenn es nur 40.000 sind? Hey, dann habe ich 40.000 Wörter in 30 Tagen geschafft! Wie willst du dir das schlecht reden? 40.000 Wörter sind immer noch besser als nichts.

3. Wenn ich die 50.000 Wörter nicht schaffe, halten mich alle (inkl. mir selbst) für einen Versager!

Wie gesagt, es geht nicht vorrangig darum, die 50.000 Wörter zu schaffen (auch wenn es natürlich schön wäre, machen wir uns nichts vor). Aber wer kann dich für einen Versager halten, wenn du täglich Zeit findest, um dich zum Schreiben hinzusetzen? Egal, ob du es Freunden erzählst oder nur vor dir selbst rechtfertigen musst.

In diesem Zusammenhang macht es sogar Sinn, es überall herumzuerzählen. Weil du mit der Challenge nicht allein bist. Zusammen zu schreiben, kann eine unheimliche Motivation sein, genauso wie der leichte Druck, dem du dich damit selbst aussetzt.

4. Ich kann nicht auf Knopfdruck kreativ sein!

Zugegeben, es gibt nichts Demotivierenderes, als vor einem weißen Blatt Papier zu sitzen und dem Cursor beim Blinken zuzuschauen. Aber wenn du auf Kreativität wartest, wartest du unter Umständen genauso lange wie auf Zeit. Dann lesen sich die ersten zwei Absätze eben wie eine Gebrauchsanleitung – und? Zum Glück befinden wir uns im digitalen Zeitalter und die Wörter sind nicht in Stein gemeißelt. Bei der Überarbeitung lässt sich alles ändern und in kreative Sätze umwandeln. Wichtig ist es erst einmal, ein Grundgerüst aufzubauen.

Dazu solltest du vorher im Groben wissen, wohin die Reise geht, damit Punkt 5 nicht greifen kann …

5. Ich habe keine Idee!

Der einzige Punkt, wo ich sage, das könnte ein Problem werden. Du solltest dich nicht am 01. November völlig blauäugig vor den PC setzen und einfach in die Tasten hacken. Zumindest eine Grundidee sowie ein grober Plan, was im Verlauf der Geschichte passieren und was am Ende herauskommen soll, solltest du dir vorher überlegen. Sicherlich schadet es auch nicht, zu wissen, was deine Hauptfiguren für Typen sind.

Hier kommt es etwas darauf an, ob du Outliner oder Discovery Writer bist, d.h., ob du dir vorher einen detaillierten Plan machst, was in deiner Geschichte passiert, oder ob du gerade mal ein paar Eckpunkte kennst und einfach loslegst.

Aber auch als Discovery Writer solltest du dir im Vorfeld den einen oder anderen Gedanken gemacht haben, bevor du in den NaNoWriMo startest.

Wie seht ihr das? Fallen euch noch Ausreden oder Gründe ein, warum man nicht teilnehmen kann? Und viel wichtiger: Nehmt ihr dieses Jahr teil?

Ich bin jedenfalls gespannt, wie weit ich mit meinen guten Vorsätzen beim NaNoWriMo komme. Hiermit seid ihr alle informiert, dass ich teilnehme 🙂 Ein Profil auf der offiziellen NaNoWriMo-Seite habe ich auch schon und ich bin schon ganz hibbelig, dass es endlich losgeht. Wer möchte, kann sich gerne mit mir connecten 🙂

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6 thoughts on “NaNoWriMo 2014 – Warum ich mich dieses Mal traue”

  1. Sehr cool! Wünsche dir viel Erfolg. Ich überlege es auch, zumal ich die erste Novemberwoche frei habe, da kann ich ein bisschen Buffer anlegen. Aber wahrscheinlich werde ich eher versuchen eine Geschichte zu beenden, als eine ganz Neue anzufangen.

    1. Danke 🙂 Ich hadere gerade noch mit mir, ob es was Neues wird. Kommt darauf an, ob ich mit meinem WIP jetzt schnell fertig werde oder nicht. Aber wäre cool, wenn du mitmachst, dann können wir uns gegenseitig anspornen 😀

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