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NaNoWriMo 2014: Wie ich mich vorbereite – Teil 1

Inspiration

Diese Woche ist die Woche der Verspätungen, deswegen gibt es diesen Post erst heute und nicht schon gestern. Ich hoffe, das ist kein schlechtes Omen für den NaNoWriMo, der in einer Woche startet (OhmeinGottOhmeinGottOhmeinGott). So langsam musst du dir jetzt also wirklich Gedanken machen, worüber du schreiben möchtest.

Solltest du zu den glücklichen Schreiberlingen gehören, denen Ideen zufliegen, hast du vermutlich selten Probleme, etwas Neues anzufangen. Im Gegenteil: Du kommst mit dem Schreiben gar nicht hinterher und musst dich eher dazu zwingen, etwas Altes zu beenden, ehe du mit dem Neuen anfängst. Für alle anderen gibt es unzählige Kreativtechniken, mit denen du dir eine Idee erarbeiten kannst.

Über Brainstorming und Was-wäre-wenn

Wenn du zum Beispiel den Begriff Kreativtechniken bei Google eingibst, findest du zahllose Seiten, die sich mit den unterschiedlichen Techniken auseinandersetzen. Die bekannteste Technik ist sicherlich das Brainstorming, bei dem du zu einem bestimmten Begriff alles aufschreibst – Stichwörter, Sätze etc. –, was dir dazu einfällt. Und zwar ohne Wertung oder groß darüber nachzudenken. Einfach rauf aufs Papier und später Gedanken machen und Struktur hineinbringen.

Bei vielen Autoren beliebt, ist auch die Fragestellung: Was wäre, wenn …? Sebastian Fitzek hat zum Beispiel mal gesagt, dass er sehr gerne damit arbeitet. Der Vorteil dabei: Du kannst dich eigentlich immer fragen, was wäre, wenn … Sowohl im großen Ganzen betrachtet, als auch im Kleinen und auf persönlicher Ebene.

  • Was wäre, wenn gestern ein Atomkrieg ausgebrochen wäre?
  • Was wäre, wenn die Menschheit nur noch unter gigantischen Glasbauten existieren könnte, weil außerhalb dieser Biotope nichts existieren kann?
  • Was wäre, wenn die Polizei dich verhaftet, weil dein One-Night-Stand plötzlich tot neben dir im Bett liegt?
  • Was wäre, wenn der Chauffeur, der dich nach der Party heimfahren soll, einfach immer weiter fährt?
  • Was wäre, wenn du als neuer Chef ausgerechnet den Mitarbeiter feuern musst, mit dem du auf der Weihnachtsfeier vor zwei Wochen noch rumgemacht hast?

So findest du deine Ideen

Die Ideenfindung ist eng verwandt mit der Inspiration. Was inspiriert dich? Ich bin sicher, du hast schon mal ein Bild betrachtet, einen Song gehört, einen Film gesehen oder ein Buch gelesen, dass dich inspiriert hat. Dir ist ein alternatives Ende eingefallen. Du hast die Story an einem entscheidenden Punkt in deiner Phantasie anders weitergesponnen. Der Song ist der perfekte Soundtrack für diese eine Szene, die dir schon ewig im Kopf herumschwirrt.

Vielleicht findest du deine Inspiration auch in deiner direkten Umgebung. Menschen, die du jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit in der Bahn siehst oder beim Joggen im Park oder am Wochenende in einer Bar. Vielleicht gibt es in deinem Freundeskreis oder unter deinen Arbeitskollegen Gerüchte über jemanden. Ist da etwas Wahres dran? Wenn ja, wie ist dieser Jemand in so eine Situation geraten? Wenn nein, warum werden so hässliche/interessante Dinge über ihn erzählt?

Unterm Strich schreibt das Leben immer noch die besten Geschichten. Mit Brainstorming oder ein paar Fragen lassen sich ihnen immer neue Richtungen geben. Dabei entstehen die interessantesten Grundideen.

Meine zwei Favoriten für den NaNoWriMo

Tatsächlich bin ich immer noch unentschlossen, womit ich am 01.11. starten werde. Zwei Ideen sind derzeit im Rennen, da ich glücklicherweise mit der Ideenfindung keine Probleme habe. Die eine basiert auf einem Song, der mich inspiriert hat. Sie entspricht eher dem 50.000-Wörter-Rahmen und ist geradliniger strukturiert. Die andere ist aus einer Inspirationsmischung von Was-wäre-wenn und einem Buch hervorgegangen. Sie ist etwas komplexer, könnte also den 50.000-Wörter-Rahmen sprengen. Variante A scheint auf den ersten Blick leichter zu sein, aber auch langweiliger als Variante B.

Da ich zum ersten Mal beim NaNoWriMo mitmache, bin ich unsicher, ob ich lieber auf Nummer sicher gehen sollte oder nicht. Das wird eine Entscheidung in letzter Sekunde – und ich hoffe, dass mir das beim Schreiben nicht das Genick bricht. Hm. Egal. Es ist ein Versuch 🙂

Sicherheitshalber habe ich beide Varianten über die Idee hinaus zu einer Story ausgearbeitet. Wie ich dabei vorgegangen bin, möchte ich euch im zweiten Teil nächste Woche erzählen – idealerweise gleich mit praktischem Beispiel. Bis dahin muss ich mich entschieden haben, welcher Story ich mich im November ausschließlich widmen werde.

Wenn du es als Erstes erfahren möchtest, sei gerne mein Writing Buddy auf der offiziellen NaNoWriMo-Seite. Hier geht es zu meinem Profil.

Zu welcher Sorte Autor gehörst du? Kannst du dich vor Inspiration und Ideen kaum retten? Oder kämpfst du nach jedem beendeten Projekt um einen Neuanfang?

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2 thoughts on “NaNoWriMo 2014: Wie ich mich vorbereite – Teil 1”

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