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NaNoWriMo 2014: Mit diesem Song fing alles an

In meinem Beitrag über meine NaNo-Vorbereitung habe ich erwähnt, dass mich zu Frei sein mit Freytag ein Song inspiriert hat. Zugegeben, mein Musikgeschmack ist so gut wie nicht vorhanden. Mir fehlt da das “Musik-Gen”, das dich Songs, Alben oder Konzerttickets kaufen lässt. Ich höre gerne Radio und mag es, eine bunte Mischung aus aktuellen Titeln, gewürzt mit ein paar Klassikern serviert zu bekommen.

Bei speziell diesem Song hatte ich irgendwie gleich eine Figur – Markus Freytag – vor Augen.

Aber jetzt will ich dich nicht länger auf die Folter spannen, es geht um:

Mark Forster: Au Revoir

Ich erspare dir, die Lyrics hier reinzukopieren, und verlinke der Einfachheit halber das Video von YouTube. Falls es dich interessiert und du den Song nicht kennst, kannst du ja mal reinhören. Mit der Zusammenfassung, die ich dir im zweiten Teil meiner NaNo-Vorbereitungen aufgeschrieben habe, lässt sich vielleicht erkennen, wie Song und Story zusammenhängen.

 

Wie du deine Figuren und deine Story zusammenbringst

Es gibt zwei Arten, deine Figuren und deine Story zusammenzubringen. Die eine Variante ist die, für deine Geschichte die passenden Figuren zu entwickeln. Das heißt, in deiner Ideenfindungsphase bist du auf einen interessanten Plot gestoßen, der es wert ist, erzählt zu werden. Vielleicht hast du dir eine bunte Fantasy-Welt mit speziellen Magie-Gesetzen überlegt – und was passiert, wenn man diese Gesetze bricht. Jetzt setzt du dich an die Ausarbeitung deines jungen Magier-Lehrlings, der durch gewisse Umstände dazu gezwungen wird, die Gesetze zu brechen.

Bei der anderen Möglichkeit entwickelst du deine Geschichte aus deinen Figuren heraus. Das heißt, du hast deinen Protagonisten schon ganz klar vor Augen, weißt alles über seine Kindheit, seinen Werdegang und seine ehrgeizigen Ziele im Leben. Meistens ergibt sich daraus bereits eine vage Geschichte (der Kollege wirft ihm auf dem Weg zur nächsten Beförderung Steine in den Weg, weil er die Beförderung selbst will), die du mit einigen gezielten Fragen weiter ausbauen und der du mit deinem Storygerüst Struktur geben kannst.

Manchmal liegen diese beiden Varianten sehr dicht beieinander – vergleichbar mit der Frage: Was war zuerst da, Henne oder Ei?

Wie ich aus meiner Figur meine Story entwickelt habe

In meinem Fall habe ich für den NaNoWriMo die Geschichte aus der Figur heraus entwickelt, die dank des Songs bereits feststand. Diesmal war es so, dass der Song Markus’ Vergangenheit darstellt. Das Gefühl, festzuwachsen, wenn er zu lange an einem Ort bleibt (das ist keine Gesetzmäßigkeit und kann bei jeder Inspiration anders sein. Vielleicht hörst/siehst du ganz andere Dinge, wenn du den Song hörst.). Das macht einen Großteil seines Charakters aus, zieht sich durch sein bisheriges Leben und lässt sich sogar in seiner Berufswahl wiederfinden.

So weit, so gut. Was passiert aber nun, damit aus der Figur eine Story wird? Denn wenn nichts passiert, gondelt Markus noch bis an sein Lebensende fröhlich durch die Weltgeschichte.

Die Rückkehr nach Hause, wenn auch beruflich motiviert, stellt einen entscheidenden Wendepunkt in seinem Leben dar. Es passieren zwei Dinge, mit denen er nicht gerechnet hat:

  1. Seine Jugendliebe Eike will nichts von ihm wissen, weder auf beruflicher noch auf freundschaftlicher Ebene.
  2. Seine alten Gefühle für Eike erwachen von Neuem und sind stärker als je zuvor.

Daraus lässt sich doch schon ein bisschen was machen, bedenkt man, dass am Anfang nur ein Song stand 🙂 Da ich Gay Romance schreibe, dürfte das Ende bereits klar sein, der schöne Mittelteil hingegen … der bleibt vorerst mein Geheimnis 🙂

Wie entwickelst du Figuren und Story? Was ist bei dir zuerst da? Oder passiert bei dir irgendwie alles gleichzeitig, sodass du am Ende gar nicht mehr sagen kannst, womit es angefangen hat?

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