Filme & Serien

Darum stehe ich auf Superhelden

Am Dienstag sind im Free-TV zwei neue Serien gestartet, die unter anderem auf meiner Watchlist stehen: The Flash und Gotham. Nun bin ich ohnehin schon ein ziemlicher Serienjunkie, aber wenn dann auch noch Superhelden mit von der Partie sind, ist es um mich geschehen. Bei Gotham geht es zwar nicht direkt um einen Superhelden, sondern eher um den Weg dahin (und den Weg der späteren Superschurken), aber allein das Setting ist toll – auf seine eigene, düstere Art.

Aber was genau ist an Superhelden eigentlich so faszinierend? Ich habe mal zu analysieren versucht, was mich an ihnen so anzieht. Natürlich gibt es die eine oder andere Ausnahme, aber ich betrachte einfach mal das große Ganze.

Superhelden gehen im Alltag unter

Wer kennt das nicht? Zwischen Schule/Uni, Arbeit, Haushalt, Freunden, Familie, Haustieren, Hobbys usw. hin und her zu jonglieren und irgendwie das Leben zu meistern, ist schwer. Superhelden geht es da oft nicht anders, und die müssen nebenbei noch die Welt retten, ohne dass dabei versehentlich seine Identität enthüllt wird. Das ist eine schöne Identifikationsmöglichkeit und gleichzeitig ein guter Ansporn, den Hintern hochzubekommen.

Superhelden haben Pech in der Liebe

Noch so eine schöne Identifikationsmöglichkeit, obwohl Pech vielleicht etwas übertrieben ist. Meistens sind es „nur“ Komplikationen, denn am Ende wartet meist doch das Happy End auf den Superhelden. Davor muss der Superheld jedoch meist mit ansehen, wie sich die Liebe seines Lebens einem anderen zuwendet, weil der Superheld bedingt durch sein Superheldendasein ihr scheinbar nicht genug Aufmerksamkeit widmet.

Oder – was eine noch stärkere Faszination auf mich ausübt, weil es mitreißender ist – der Superheld stößt die Liebe seines Lebens absichtlich von sich, um sie zu schützen. Vor seinem Superheldendasein und all den Gefahren, die das so mit sich bringt.

Den Kontrast zwischen dem Erfolg als Superheld und dem Pech in der Liebe finde ich dabei besonders reizvoll, denn beides hängt miteinander zusammen. Wäre der Superheld kein Superheld mehr, hätte er vermutlich mehr Erfolg in der Liebe.

Superhelden sind Einzelgänger

Nicht umsonst gibt es in vielen Romanen einen „einsamen Wolf“ als Hauptfigur: Ich finde das ziemlich anziehend. Ein Protagonist mit wenigen oder gar keinen emotionalen Bindungen, mit einem Schandfleck in seiner Vergangenheit, der sich allein auf einen Feldzug begibt und auf dem Weg dorthin belehrt wird, dass es mit dem einen oder anderen Verbündeten an der Seite doch leichter ist.

Dass Superhelden oft Einzelgänger sind, hängt mit ihrem Superheldendasein zusammen. Meistens gibt es Verbündete, die im Hintergrund helfen, Superschurken aufzuspüren, doch kommt es zum Kampf, will der Superheld das – selbstlos wie er ist – allein regeln, um seine Freunde zu schützen. (Um sich dann ggf. eines Besseren belehren zu lassen, weil ein Verbündeter ihm aus der Klemme hilft …)

Superhelden haben Schwächen

Es muss nicht immer Kryptonit sein, aber irgendeinen Schwachpunkt gibt es immer. Da ich ganz sicher mehr als einen habe, ist das eine weitere Identifikationsmöglichkeit. Und es lässt den Superhelden nicht ganz so super und übernatürlich erscheinen, weil er sich trotz der Schwäche jeden Tag den Gefahren des Superheldendaseins aussetzt. Er lernt, mit seinen Schwächen klarzukommen oder sie sogar zu seinem Vorteil einzusetzen.

Superhelden haben eine starke Motivation

In der Vergangenheit der meisten Superhelden liegen tragische Ereignisse, die oft die Entscheidung, Superheld zu sein, begründen. Damit ist dem Superheld eine starke Motivation an die Hand gegeben, die jeder nachvollziehen und verstehen kann. Ich fühle mich dem Superhelden verbunden und näher. Es macht ihn menschlicher.

Superhelden sind die besseren Menschen

Alle Faktoren zusammengenommen, ist klar: Superhelden sind die besseren Menschen. Sie handeln selbstlos, haben ein starkes Verantwortungsbewusstsein und entscheiden sich bewusst jeden Tag aufs Neue dafür, für andere zurückzustecken, trotz teils lebensbedrohlicher Schwächen. Weil sie es können. Weil sie es müssen. Und dabei sehe ich ihnen unheimlich gerne zu und fiebere mit ihnen!

Schwule Superhelden

Im Gay Romance-Bereich habe ich mal eine freie Online-Geschichte entdeckt, die das Thema aufgegriffen hat. Leider weiß ich nicht mehr genau, wo das war oder wer sie geschrieben hat. (Und nein, es war nicht Rage Queer as Folk lässt grüßen :))

Vermutlich gibt es einen guten Grund dafür, warum es neben den zahlreichen etablierten Superhelden-Geschichten keine neuen aus dem Boden sprießen. Trotzdem würde ich gerne noch einmal so eine Geschichte im Gay Romance-Genre lesen. Und manchmal reizt es mich sogar, selbst so was zu schreiben XD

Kennst du zufällig Superhelden-Geschichten im Bereich Gay Romance? Findest du Superhelden überhaupt anziehend? Und was genau fasziniert dich an ihnen?

Das Beitragsbild ist von Nemo von pixabay.com.

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