schreiben

Mein aktuelles Projekt wird länger und länger …

Wenn ich mit einem neuen Projekt beginne, füttere ich meine Write-o-meter-App mit ein paar Eckdaten, allen voran Arbeitstitel, Gesamtlänge, Deadline und Tagesziel. Das funktioniert sehr gut, nur bei der Gesamtlänge muss ich raten, weil ich meine Wortanzahl noch nicht so genau planen kann. Meistens läuft es auf eine Länge zwischen 80.000 und 100.000 Wörtern hinaus, die ich ggf. im Verlauf nach unten oder oben korrigiere.

Witzigerweise habe ich bei meinen letzten Projekten die Gesamtlänge immer falsch angesetzt, also die kürzeren Sachen mit 100.000 angegeben, die längeren mit 80.000.

Mein aktuelles Projekt hat 80.000 Wörter als Ziel – und dreimal dürft ihr raten, wie weit ich damit bis jetzt am Ziel vorbeigeschossen bin. Ich hätte nicht gedacht, wie viel Stoff in der Geschichte steckt, aber nach dem NaNo mit 50.000 Wörtern habe ich inzwischen die 60.000 geknackt – und arbeite mich gerade auf die erste (!) körperliche Annäherung der beiden zu (wenn die Herrschaften sich nicht noch mal umentscheiden, argh).

Obwohl es mir ab und an ganz gut gefällt, wenn nicht schon auf Seite 2 gevögelt wird, werde ich bei diesem Projekt am Anfang einiges zusammenstreichen müssen. Bei #noFilter hat es zwar auch eine Weile gedauert, aber nicht so lange. Oder was meint ihr dazu? Zu langes Vorspiel oder egal, wie lange so etwas dauert, solange der Rest stimmt?

Natürlich hängt das immer auch davon ab, wie sich die Geschichte weiterentwickelt. Im Moment hat sie eine völlig andere Richtung eingeschlagen, als ich anfangs angenommen habe. Aber als ich zum Ende des NaNos dagegen anschreiben wollte, bin ich in einer Sackgasse gelandet, also bin ich gewillt, den beiden erst mal ihren Freiraum zu lassen.

Mir graut es nur schon jetzt vor der Überarbeitung, weil der Anfang und der Status Quo derzeit null zusammenpassen *seufz*

Advertisements

8 Gedanken zu „Mein aktuelles Projekt wird länger und länger …“

    1. Hallo Heike,

      ich habe bei längeren Projekten nur immer Angst, dass sich Längen einschleichen – und ich möchte den Leser auf keinen Fall langweilen. Im Moment kommt es mir zwar noch nicht so vor, aber ich betrachte das natürlich auch von einem anderen Blickwinkel aus 😉

      LG
      Nora

  1. Also ich muss auch sagen, dass ich es immer besser finde, etwas Langes zu lesen :-). Für mich persönlich macht dieser „slow burn“ eine gute Geschichte aus, eben besonders bei Romanzen. Nichts finde ich langweiliger, als wenn schon von Anfang an klar ist, dass sich beide Protagonisten gut finden und das auch gleich so kommunizieren. Wo bleibt da der Reiz? Ich finde, es kann gar nicht lang genug sein und ich habe mich noch niemals bei einer deiner längeren Geschichten („Warteschleife“, „Eiskristall und Schlammgrube“, „Addicted“) gelangweilt – im Gegenteil! Die sind sogar tatsächlich immer noch meine absoluten Favoriten unter deinen Geschichten.
    Und wenn ich so darüber nachdenke, fällt mir auf, dass ich deine Geschichten in Ich-Perspektive fast alle liebe, während ich z.B. „Mehr als eine Affäre“ nicht so mochte. Außerdem gefallen mir fast immer Geschichten von der Perspektive des nicht ganz so dominanten Partners besser (nicht, dass die Dynamik immer gleich bleiben muss; in Warteschleife war ja Julius stellenweise auch sehr mutig 😉 ). Das hat einfach was für sich, wenn man sich so gut reinversetzen kann und der Gegenüber ein bisschen Dominanz zeigt *__*).
    Das war mein Senf dazu 😀 Aber das ist auch nur meine persönli

    1. Danke schön für deinen persönlichen Senf, Bea 😉 Es ist immer spannend, andere Meinungen zu diesem Thema zu lesen. Vielleicht riskiere ich mit der neuen Geschichte mal wieder etwas Längeres, schauen wir mal, wie viel Potential tatsächlich noch drin steckt, ohne dass es langweilig wird (also, für jeden wirklich langweilig, weil nichts mehr passiert oder so). Auf jeden Fall ist es wieder eine Ich-Perspektive – obwohl ich nicht weiß, ob ich in Zukunft dabei bleiben werde. Aber vielleicht muss ich mich da auch einfach abwechseln 😀

      LG
      Nora

  2. Hallo Nora,
    überarbeiten ist nie einfach 😉 aber wenn es dir so davor graut, hilft es vielleicht, damit nicht bis zum Ende zu warten und einfach schon mal zwischendurch zu überarbeiten? Ansonsten bin ich grundsätzlich der Meinung, dass sich die Figuren ruhig Zeit lassen können. Da bleibt es länger spannend 😉
    Liebe Grüße, Alex

    1. Hallo Alex,

      hoppla, den Kommentar habe ich im Weihnachts- und Jahreswechselstress irgendwie übersehen, tut mir leid!

      Aber hätte ich deinen Kommentar mal früher gelesen! *seufz* Inzwischen bin ich auch zu der Erkenntnis gekommen, weil es mich zunehmend gestört hat, dass der Anfang nicht mehr gepasst hat und ich das die ganze Zeit im Hinterkopf hatte. Irgendwie hat mich das blockiert …

      Lustigerweise ist das Überarbeiten jetzt zwar anstrengend, aber ich fühle mich sehr gut damit – ein bisschen, wie wenn man sich zum Sport zwingt und danach zufrieden mit sich selbst ist, weil man den Hintern hochbekommen hat XD

      LG
      Nora

  3. Hi Nora,
    Ich liebe längere Bücher. Wobei mich dann eine Seitenzahl über 300 immer erst mal abschreckt. Das liegt aber eher an mir da ich dafür dann einfach viel Zeit einplanen muss denn ich kann angefangene Bücher ganz schlecht wieder weglegen. Ich lese das alle Bücher immer an einem Tag durch. Wobei ich auch schon einige Bücher hatte bei denen ich über die ersten paar Seiten nicht hinaus kam.
    Für mich ist es auch ok wenn es erst so ab der Hälfte des Buches zu Sache geht, wenn der Teil davor spannend war und mich fesseln konnte. Ich persönlich lese gerne Bücher in denen die Gedanken und Gefühle beider Protagonisten zu lesen sind. Wobei das für mich nicht über den gesamten Zeitraum im Wechsel sein muss. Aber so ab und an aus der Perspektive des anderen etwas zu lesen finde ich gut.
    Lg

  4. Hey Nicole,

    *lol* witzig, mir geht es bei der Länge ähnlich. Längere Bücher schrecken mich zwar nicht unbedingt ab, aber meistens knöpfe ich mir erst die kürzeren vor, weil ich einfach weiß, dass ich damit schneller durch bin (was dann zur Folge hat, dass ich nur noch 500-Seiten-Wälzer auf meinem SUB zur Auswahl habe XDD).

    Hm, manchmal finde ich einen Perspektivwechsel spannend zu lesen, allerdings nicht immer. Ihn zu schreiben, finde ich hingegen sehr schwer. Ich weiß, dass das gerade bei Liebesromanen gang und gäbe ist, aber mir fällt das Umdenken nicht so leicht. Bei „Heißkalt erwischt“ habe ich das mal wieder ausprobiert … und jetzt brauche ich wahrscheinlich erst wieder ein paar Geschichten, bevor ich mich wieder an dieses Experiment herantraue O.o

    LG
    Nora

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s